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Der Alltag im Internat

Abends treffen sich die Schüler im Cafe Bohne

Das Internat öffnet Sonntagabend um 19 Uhr. Zu dieser Zeit ist es noch ganz ruhig und dunkel im Haus. Schnell werden in der Halle und den Wohngruppen die vielen großen und kleinen Lampen angemacht. Schon bald hört man die ersten Schüler plaudernd und Taschen schleppend zu ihren Gruppen gehen oder gleich das Cafe Bohne ansteuern. Da nicht alle Schüler gleichzeitig anreisen, ist für jeden Einzelnen Zeit und Ruhe da zur ausführlichen Begrüßung, zum Zuhören, zur "Aufarbeitung" des Wochenendes oder auch einfach zum Kartenspielen oder dergleichen. Es ist schön zu sehen, wie sehr sich Einzelne auf ihre Mitschüler freuen. Manche warten sehnsüchtig, um dann noch lange in den Abend hinein zu erzählen, denn man hat sich ja "sooo lange" nicht mehr gesehen.

Bald jedoch ist Zeit zur Nachtruhe und es kehrt, oft mit sanftem Druck unsererseits, wieder Stille im Haus ein.

Schüler sitzen am Frühstückstisch

Montagmorgen: Die Schüler erwachen durch ihre Lichtwecker. Der Küchendienst richtet das Frühstück und holt die frischen Brötchen unten in der Großküche ab. Nach und nach erscheinen die restlichen Schüler am Frühstückstisch. Manche frisch geduscht und schon putzmunter, andere still und verschlafen. Jetzt wird noch schnell aufgeräumt, die Betten gemacht, die Schulsachen gerichtet und ab geht es zum Unterricht. Inzwischen sind auch unsere Grund- und Hauptschüler von zu Hause angereist. Somit sind wir komplett!


Montagmittag: Der Vormittagsunterricht ist zu Ende und jetzt beginnt das Internatsleben erst so richtig! Die internen und externen Schüler essen gemeinsam im Speisesaal zu Mittag. Zuerst die Grund- und Hauptschüler in zwei Schichten, dann die älteren Wirtschaftsschüler. Die Kinder und Jugendlichen genießen es, während des Essens gruppenübergreifend zu sitzen, ihre Freunde neben sich zu haben und vielleicht schon Verabredungen für den Nachmittag zu treffen.

Die Schüler lernen mit einer Erzieherin

Nach dem langen Sitzen toben sich die Jüngsten meist in der Außenanlage beim Freispiel aus. Die Großen ziehen sich auf ihr Zimmer zurück oder treffen sich im Cafe Bohne, um sich mit ihrer Clique zu unterhalten, zu kickern, zu spielen oder zur Entspannung einfach nur Musik zu hören. Gegen 14.00 Uhr beginnt für die meisten der Nachmittagsunterricht. Wenn dieser zu Ende ist, starten die Internatsschüler mit einem kleinen Imbiss auf der Gruppe endlich in die Freizeit. Sie haben die Möglichkeiten, an gezielten Förderprogrammen z. B. zur Spracherweiterung und Sprachvertiefung, oder intensiver Lern- und Hausaufgabenhilfe teilzunehmen, einen Abstecher in das schöne Städtchen Neckargemünd oder nach Heidelberg zu machen, an Sport-AGs teilzunehmen oder sich ihre Lieblingsserie im Fernsehen anzusehen.  

Die Schüler lernen mit einer Erzieherin
Ab 17 Uhr ist es Zeit für die Hausaufgaben, sich auf Klausuren vorzubereiten, an Lernarbeitsgruppen und Förderangeboten teilzunehmen, den Alltag zu organisieren und dergleichen mehr. So verfliegen die Wochentage im Nu! Freitag, der Abreisetag, ist da! Die Taschen sind gepackt und wir spüren die Freude der Mädchen und Jungen, wieder nach Hause zu Eltern, Geschwistern und Freunden fahren zu können.

Freitagmorgen: Wir verabschieden uns herzlich – meist schon nach dem Frühstück, denn nach Schulschluss wird umgehend zu Bus oder Bahn geeilt.

"Bis Sonntag! Bis Montag! Schönes Wochenende! Wir freuen uns auf euch!"