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Kreativitätsförderung

„Als Kind ist jeder ein Künstler...“ (Picasso)
Die Förderung von Malen und Gestalten im Schulkindergarten

Malen und Gestalten hat in unserem Schulkindergarten für hörgeschädigte und sprachbehinderte Kinder einen besonderen Stellenwert. Es ist fester Bestandteil unseres Förderkonzeptes und so ist das gestalterische Tun Methode und Ziel zugleich.
Die Inhalte von Erziehung, Bildung und Förderung, die Grundlage unserer Arbeit sind, werden auf vielfältigste Weise kreativ-gestalterisch bearbeitet und umgesetzt. Dadurch lernen die Kinder ganzheitlich und können – ihrer jeweiligen Entwicklung entsprechend – mit eigenem Handeln wichtige Erfahrungen sammeln.

Malen und Gestalten ist für uns ...

  • zunächst Ausdruck dessen, was im Inneren vorgeht. Ausgedrückt werden Gefühle, Stimmungen, Wünsche und Ängste, auch das Wissen von der Welt;
  • Lust an der Gestaltung, Experimentieren mit Farben und Formen, Freude am Detail;
  • aber auch Förderung und  Erlernen vieler kleiner Schritte, Umgang mit Materialien, die Abstimmung der Bewegung, das Durchhalten bei der Arbeit, die Planung der Handlungsabläufe;
  • immer auch Anregung der Sprache und die Motivation, das eigene Tun erzählend zu begleiten.

Ein weiterer Gesichtspunkt hat in einem Schulkindergarten für hörgeschädigte und sprachbehinderte Kinder eine besondere Bedeutung: Im bildhaften Gestalten werden besondere fördernde und therapeutische Aspekte wirksam.
Die Kunsttherapeutin Edith Kramer sieht im künstlerischen Herstellungsvorgang eine Möglichkeit, Schwierigkeiten in der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern positiv zu beeinflussen.

Das Malen und das künstlerische Gestalten sind Ausdrucksmittel, mit denen zunächst keine sprachlichen Forderungen verbunden sind. Für Kinder, die Probleme mit dem Hören und Sprechen haben, kann gerade dies eine große Entlastung darstellen. Und dennoch weckt gerade das kreative Gestalten in besonderer Weise die kindliche Sprechfreude. Die Kinder haben oft das Bedürfnis, ihr Tun zu beschreiben und zu erklären. Je nach den Möglichkeiten der sprachlichen Kommunikation kann das ein einfaches Zeigen und Benennen sein oder aber ein Erzählen, Kommentieren und Eingehen auf Details. So ergeben sich oft entspannte Gespräche mit dem Kind. Dabei steht zunächst nicht das Kind, sondern das Bild im Mittelpunkt des Interesses, aber das Kind erfährt dadurch Ermutigung, Lob und Würdigung seiner Arbeit.

Deshalb entstehen neben spontanen Arbeiten auch viele Kunstwerke bei kreativen Angeboten zu Themen der Jahreszeit und Projekten in den Gruppen. Und auch immer gibt es besondere Projekte im Rahmen unserer Förderung, sei es die Gestaltung eines Brunnens aus Majolikakeramik, die Vorbereitung von Ausstellungen, die unsere Kinder als kleine Künstler würdigen oder auch das kontinuierliche Erarbeiten bestimmter Techniken wie
z. B. bei unserer „Filzwerkstatt“.